Deutsch-Südwestafrika |
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In der bei Lüderitzbucht gelegenen Diamantenstadt Kolmanskoppe studierte Vollbehr die Technologie der Edelsteingewinnung. |
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"Ich habe viel bei der Diamantengewinnung und beim Diamantenwaschen zugesehen. Die kleinen wertvollen Steine werden auf ganz einfache Art gewonnen. Der Kies des Bodens wird in ein Schüttelsieb getan, das "Baby" genannt, stark hin- und hergeschüttelt, sodaß der feine Sand herunterfällt und der diamantenführende Kies verbleibt (Bild unten). Dieser wird dann in kleinere runde Drahtsiebe
getan und in mit Wasser gefüllte Bottiche getaucht und,
mit dem Wasser vereint, stark geschwenkt (Bild unten
links). |
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Das so geschüttelte
Sieb wird zu weißen Angestellten gebracht und der Inhalt
umgestürzt. Ein schön geformter runder Sandkuchen
liegt dann auf dem Tisch, in dessen Mitte ein rötlicher
Kern, aus kleinen Granaten bestehend, das sogenannte
"Herz", sich befindet. In diesem Kern liegen
als die schwersten Steine die funkelnden Diamanten.
Meistens schöne, rhombenbegrenzte Kristalle. Der Weiße
holt mit einer Pinzette die Diamanten heraus und läßt
sie in eine verschlossene Eisenbüchse fallen (Bild unten
rechts). Oft ist das
Sieb auch ohne Diamanten. Die unzähligen Rubine werden
nicht gesammelt, da sie klein und so häufig sind, daß
Deutschland damit überschwemmt würde und alle im Handel
befindlichen Rubine ihren Wert verlören. |